Oh, Theresa! Das lief nicht ganz so rund

Vor einigen Tagen war ich in meinem geliebten München. Anlass war eine Tagung an der Universität Augsburg, bei der ich einen Teil meiner Dissertation vorstellen durfte. Klar, dass ich es mir nicht nehmen ließ, in der Stadt, die uns zu uns machte, zu verweilen. Es waren schöne eineinhalb Tage, in denen wir durch Straßen schlenderten und kaum etwas wiedererkennen konnten. Denn München hat sich in den letzten vier Jahren ganz schön verändert und wir sind schon lange kein Teil mehr davon. Was aber bleibt, sind unsere Erinnerungen und unsere Freunde – letzteres nicht mehr all zu lange. Denn nach und nach geht für jeden von uns die Zeit in Minga zu Ende und diesen Besuch wollten wir unbedingt nochmal nutzen, uns in gewohnter Umgebung zu sehen. Geplant war ein Brunch-Mittagessen-Ding am Sonntag Mittag in Theresa, ein bereits seit einigen Jahren ansässiges Lokal in Schwabing. Witzigerweise haben wir genau den Freunden, mit denen wir dort ein paar Stunden verbringen wollten, bereits zu unserer Zeit in München einen Gutschein geschenkt und konnten uns nicht mal daran erinnern.

Auf der Homepage wirbt Theresa mit einem modernen Auftritt und verbreitet einen Hauch von Hipsterness. Ich freute mich schon sehr auf unseren Besuch, erhoffte ich mir doch einen guten Kaffee und Avocado.

Ich bekam beides. Der Kaffee war sehr gut aber sehr klein. Für einen Preis von 3,10 Euro erwarte ich etwas Größeres als ein Latte als Cappuccino getarnt und in einer Espresso Macchiato Tasse serviert. Bei der spärlichen Menge musste ich mir leider zwei von den Dingern gönnen, was sich allemal gelohnt hat. Denn er hat gut geschmeckt und wappnete mich für die anstehende Autofahrt nach Düsseldorf.

Und dann kam das Essen:
Da ich die Kombi aus Avocado und Poched Eggs liebe, bestellte ich mir etwas, das auf der Speisekarte als „vielkornbrot, avocado, zitrone, koriander, pochiertes ei“ angekündigt wurde. (Man beachte die überaus hippe Kleinschreibung – voll im Trend). Es kam: ein Vollkornbrot kleiner als meine Handfläche, Avocado sehr wässrig und noch ein bisschen mehr verwässert vom Wasser der pochierten Eier und pochierte Eier, die innen hart waren, außen nach Essig geschmeckt haben (da hat sich wohl der Koch eines kleinen Tricks bedient) und meine Sehnsucht nach Bondi in Berlin ins unermessliche steigen ließ. Geschmacklich war das alles leider nicht optimal, aber die Salz- und Pfefferstreuer sahen hübsch aus und waren einfach zu bedienen. Dennoch – für satte 11 Euro wirklich nicht zufriedenstellend.
Mr. D hatte sich für ein Leberpatè für 8 Euro bestellt. Es kam, wie auf der Karte auch schon minimalistisch dargestellt, ein Glas Leberwurst und ein Korb Brot. Ohne Schischi.
Hingegen sahen die Pancakes unserer Freundin köstlich aus und haben ihr auch nach eigener Angabe gut gemundet.

Wir verbrachten ein paar nette Stunden in Theresa – was hauptsächlich an der Gesellschaft lag.

 

 

Was mir nicht gefallen hat

Wie man bereits herauslesen konnte, fand ich das Preis-Leistungsverhälnis einfach miserabel. Ich finde, dass es ok ist, für gute, frische Lebensmittel etwas mehr zu zahlen. Aber was bei Theresa abgeliefert wird, geht eindeutig zu weit. Gekrönt wurde die Esserfahrung von einem furchtbar gelaunten Kellner, der nicht nur unhöflich, sondern auch nachlässig war. Auch das ist nicht in Ordnung.
Meine Mutter sagt immer wieder, die Qualität eines Restaurants könne man am Zustand der Toiletten beurteilen. Nachdem ich diese aufgesucht habe, weiß ich, dass ich in Zukunft Theresa meiden werde.

 

Was mir gefallen hat

Oh ja, auch Theresa hat ein paar positive Seiten. Zum einen ist das Ganze ziemlich nett anzusehen. Die Inneneinrichtung ist modern, die Räumlichkeiten hell und die Blumen frisch. Zum anderen fand ich die Kinderbetreuung super. Während Mama und Papa mit Freunden oben Kaffee schlürfen, amüsieren sich die Kleinen unten auf der Kegelbann und werden dabei beaufsichtigt.

 

 

Preisklasse: €€€

Ambiente:  [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“]

Essen:  [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“]

Kaffee:  [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“]

Freundlichkeit:  [wp-svg-icons icon=“radio-checked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“] [wp-svg-icons icon=“radio-unchecked“ wrap=“span“]

 

 

 

 

 

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