Ein untadeliger Mann

Den Roman Ein untadeliger Mann von Jane Gardam habe ich hauptsächlich gelesen, weil ich genug von komplexen, literaturwissenschaftlich wertvollen Texten hatte, die ich für meine Promotion benötige. Ich wollte auch mal ohne Textmarker in der U-Bahn sitzen und nur in der Story versinken. Da kam mir die Empfehlung der Zeit gerade recht. Darüber hinaus stehe […]

Gehe hin, stelle einen Wächter

Das Leid eines Studenten der Literaturwissenschaft ist nicht die erdrückende To-Do-Liste, sondern die unendeliche To-Read-Liste. In den letzten Jahren ist meine auf ein ganzes Notizbuch angewachsen und stets erweitere ich sie mithilfe von Post-Its. Versammelt sind da neben Neuerscheinungen auch viele Klassiker und Vertreter der Weltliteratur. Wer nun glaubt, ich sei lesefaul, dem sei gesagt: […]

Das Geisterhaus

Allendes Geisterhaus beeindruckte mich, noch bevor ich „Magischer Realismus“ buchstabieren konnte. Im Rahmen eines Wahlfachs in der Oberstufe, war es meine Aufgabe, das Buch zu lesen und es dem Kurs mit all seinen Wirren zu präsentieren. Ich war hin und weg. Und auch wenn die Meinung zu Isabel Allendes vielleicht bekanntestem Werk gespalten ist, bleibt […]

Die Listensammlerin

Im Rahmen meiner Promotion befasse ich mich mit Werken von Autoren und Autorinnen aus der ehemaligen Sowjetunion, die auf Deutsch verfasst wurden. Lena Gorelik ist eine von ihnen. Zwar erschien erst vor einige Wochen ihr neuer Roman Null bis unendlich im Rowohlt Verlag, doch steht im Fokus dieses Blogbeitrags ihr Buch Die Listensammlerin, das bereits […]

Lucia Binar und die russische Seele

Vladimir Vertlib legt wieder los! Doch anders als erwartet, ist sein neustes Werk Lucia Binar und die russische Seele nicht durchdrungen von schweren russisch-jüdischen Schicksalsschlägen und den vergessenen Gräueltaten einer ganzen Nation. Es ist leicht, charmant, absurd, unerwartet und zum Schreien komisch. Zum Inhalt: Lucia Binar könnte es so schön haben! Sie ist zwar alt, […]

Kinder der Freiheit

Eigentlich wollte ich unberechtigt gehypte Literatur aus diesem Blog herauslassen. Das Ziel war und ist es, unterschätze Werke vorzustellen und potenzielle Leser zu erreichen. Doch neulich habe ich ein Buch gelesen und mich schon bei der Lektüre über die verschwendete Zeit meines Lebens aufegeregt. Es handelt sich hierbei um den letzten Teil der Ken-Follet-Triologie Kinder […]

Von der Liebe und anderen Dämonen

Den MárquezMonatMärz beende ich mit einem sehr kurzweiligen Roman von Gabriel García Marquez, der erst erschien, als ich bereits lesen konnte: Von der Liebe und anderen Dämonen. Ohne Zweifel ist die ganze Handlung sehr abstrus aber mindestens genau so spannend. Zum Inhalt: Als die 12-jährige Sierva María von einem Hund gebissen und auf diese Weise […]

Hundert Jahre Einsamkeit

Mein allerliebstes Buch von Márquez ist mit Abstand Hundert Jahre Einsamkeit. Es wurde bereits 1967 veröffentlicht und verkaufte sich seitdem über 30 Millionen Mal. Ein Exemplar davon habe ich ergattert und würde es jeder Zeit wieder tun. Zum Inhalt: Nachdem Jose Arcadio Buendia einen sehr seltsamen Kerl nach einem noch seltsameren Hahnenkampf im Hinterhof eines […]

Eine Reise durch Vienna

Auch das dieses Mal stelle ich euch ein Buch vor, das zu Städtereisen im Frühling inspiriert. Bereits vor einigen Wochen fand Eva Menasse mit ihrem aktuellen Roman Quasikristalle Einzug in diesen Blog. Doch mein Liebling bleibt ihr Vienna. Zum Inhalt: In dem 2005 erschienen Roman Vienna schildert die Erzählerin die Geschichte ihrer eigenen Familie. Dabei […]

Vielleicht war es Esther…

2013 wurde ein Auszug aus Vielleicht Esther von Katja Petrowskaja mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Und erst jetzt wurde bekannt, dass die Autorin mit diesem Werk den diesjährigen Ernst-Toller-Preis abräumt. Vielleicht Esther macht die Schwere der Geschichte aus, die Sprunghaftigkeit aber auch die Authentizität. Zum Inhalt: Dich Ich-Erzählerin, die durchaus biographische Parallelen zur Autorin hat (das […]